Kunst zu Friedrich Hölderlin

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Kunst und Grafik zu Friedrich Hölderlin

Künstlerbücher, Lithografien, Radierungen und Holzschnitte verschiedener Künstler zu Werken von Friedrich Hölderlin

 

An Herkules - Künstlerbuch zu Friedrich Hölderlin

Leporello mit dem Text des Gedichtes in Handsatz und Buchdruck. Dreidimensionales Papierobjekt aus handgeschöpftem Papier und rostigem Eisendraht auf dem Einbanddeckel. Format: 29 x 16 cm. 1999. Auflage von 6 unikaten Objekten (nicht mehr lieferbar, vorhanden in öffentlichen und privaten Sammlungen).

Friedrich Hölderlin - An Herkules - Gedicht in Bleisatz und Buchdruck mit handgeschöpftem Papierobjekt von Elke Rehder

Künstlerbuch zu Friedrich Hölderlin

 

Friedrich Hölderlin: Empedokles, Lebenslauf, Hälfte des Lebens

Kassette mit handgeschöpften Papierobjekten und Radierungen zu den drei Gedichten von Friedrich Hölderlin:

- Empedokles ( Empedocles )
- Lebenslauf ( The Course of Life )
- Hälfte des Lebens ( The Half of Life )

Kassette mit 3 Farbradierungen, 3 farbigen handgeschöpften Papierobjekten mit Radierung und einer zusätzlichen Radierung auf dem Kassettendeckel. 5 Seiten Text. Format: 38 x 49 cm. 2001. Auflage: 40 nummerierte und signierte Exemplare.

ARTIKEL-NR.  P26  Preis  600,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand DE 5 €, Europa 9 €. Lieferzeit 3-5 Tage. Zahlungsarten: PayPal / Überweisung.

 

Friedrich Hoelderlin Gedichte Empedokles, Lebenslauf, Hälfte des Lebens Radierungen von Elke Rehder

Kassette mit Radierungen und Papierobjekten zu Friedrich Hölderlin.
Mehr Bilder und Informationen auf meiner Seite Radierungen zu Friedrich Hölderlin

 

An Herkules - Mappe mit vier Radierungen und einem Papierobjekt zu Friedrich Hölderlin

Mappe mit 4 nummerierten, signierten und betitelten Radierungen und einem handgeschöpften Papierobjekt auf dem Titelblatt. Vorwort von Günther Nicolin. Handeinband (Christian Zwang, Hamburg) in dunkelrotem Leinen. 6 Seiten Text, Format: 39 x 55 cm. 1994. Auflage: 40 nummerierte u. signierte Exemplare.

ARTIKEL-NR.  P29  Preis  400,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand DE 4 €, Europa 7 €. Lieferzeit 3-5 Tage. Zahlungsarten: PayPal / Überweisung.

Elke Rehder Etching Radierung Friedrich Hölderlin An Herkules

Mappenwerk zu Friedrich Hölderlin mit vier Radierungen und ein Papierobjekt
Mehr Bilder und Informationen auf meiner Seite  Friedrich Hölderlin An Herkules

 

Friedrich Hölderlin: Ehmals und Jetzt

Einblattdruck mit dem Text des Gedichtes in Handsatz und Buchdruck und mit einer farbigen Radierung von Elke Rehder. Radierung im Format 15 x 16 cm. Blatt mit linksseitigem Text im Querformat 19 x 26,5 cm. Jahr: 1997. Farbiger Umschlag. Auflage: 50 nummerierte und signierte Exemplare.

ARTIKEL-NR. P108  Preis 45,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand DE 4 €, Europa 7 €. Lieferzeit 3-5 Tage. Zahlungsarten: PayPal / Überweisung. 

Friedrich Hölderlin Gedicht Ehmals und Jetzt mit Radierung von Elke Rehder signiert und nummeriert

Friedrich Hölderlin Einblattdruck "Ehmals und Jetzt"
 

Radierung zu "Ehmals und Jetzt" (Then and Now). Breitrandiger Druck der Aquatinta-Radierung mit Strichätzung ohne den Text in Buchdruck. Motivgröße 15 x 16 cm auf Blattformat 38 x 27 cm. Auflage: 50 nummerierte und signierte Exemplare. Jahr: 1993. 

ARTIKEL-NR.  HR4  Preis  50,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand DE 4 €, Europa 7 €. Lieferzeit 3-5 Tage. Zahlungsarten: PayPal / Überweisung.

Friedrich Hölderlin - Ehmals und Jetzt - Radierung von Elke Rehder

Hölderlin Radierung von Elke Rehder. Motiv "Ehmals und Jetzt"

 

 

Weitere Künstler zu Friedrich Hölderlin

Ulrich Hachulla - Hälfte des Lebens. Original-Radierung von Ulrich Hachulla. Motivgröße 14,5 x 16,7 cm. Blattformat 23,7 x 28,8 cm. Vom Künstler in Bleistift signiert, nummeriert, betitelt und datiert 94 (1994). Auflage 120 Exemplare. Verso geringe Montagespuren, sonst sehr guter Zustand.

ARTIKEL-NR. GMS0360 Preis 85,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand DE 4 €, Europa 7 €. Lieferzeit 3-5 Tage. Zahlungsarten: PayPal / Überweisung.

Radierung von Ulrich Hachulla zu Friedrich Hölderlin Hälfte des Lebens

Ulrich Hachulla - Hälfte des Lebens, Radierung zu Friedrich Hölderlin
 

Ulrich Hachulla, geboren 1943 in Hevdebreck. Schüler von Professoren Tübke und Heisig. Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig

 

Julije Knifer - Der Rhein. Signiertes Exemplar mit einer Original Linolschnittfolge im Buch von Julije Knifer. 32. Druck der Edition Tiessen. Neu-Isenburg, Edition Tiessen, 1984. ISBN 3920947592. Großformat 30 x 23 cm. 16 Seiten, davon 11 Seiten mit Linolschnitten über dem Hölderlin Text gedruckt. Illustrierte Orig.-Broschur. Einbanddeckel mit Original Linolschnitt-Mäander. Fadenheftung. Sauberes, sehr gutes Exemplar, ungelesen wie neu.

ARTIKEL-NR. R0030878A Preis 77,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand DE 4 €, Europa 7 €. Lieferzeit 3-5 Tage. Zahlungsarten: PayPal / Überweisung.

Eins von nur 150 arabisch nummerierten Exemplaren (GA 225 + 15 e.a. + 26 Mitarbeiterexemplare). Im Druckvermerk von dem Künstler handschriftlich signiert.  

Original Linolschnitte vom Künstler Julije Knifer signiertes und nummeriertes Buch zu Friedrich Hölderlin Der Rhein

Julije Knifer - Der Rhein - Künstlerbuch zu Friedrich Hölderlin

 Meander by Julije Knifer numbered and signed artist book to The Rhine by Friedrich Holderlin
 

Julije Knifer (1924 - 2004) war kroatischer Maler, der mit den Künstlern Ivan Kozaric, Dimitriji Basicevic, Juraj Dobrovic und Vjenceslav Richter der Gorgona-Gruppe angehörte. Stichworte: Croatian painter, 60s Croatian art group, Gorgona Group, Meander.

 

Gerhard Marcks - Aus der Hekuba des Euripides. Mit 2 Original-Holzschnitten von Gerhard Marcks. Erschienen anlässlich des 90. Geburtstags von Gerhard Marcks am 18. Februar 1979. Sonderdruck der Edition Tiessen. Neu-Isenburg, Edition Tiessen, 1979. Format 23 x 16 cm. 28 Seiten mit 2 Original-Holzschnitten von Gerhard Marcks. Blaue Orig.-Broschur. Fadenheftung. Sehr sauberes, sehr gutes Exemplar. Die Graphiken sind in tadellosem Zustand.

ARTIKEL-NR. R0030855A Preis 35,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand DE 4 €, Europa 7 €. Lieferzeit 3-5 Tage. Zahlungsarten: PayPal / Überweisung.

Eins von nur 600 Exemplaren. Druck in den Werkstätten der Trajanus-Presse, Frankfurt am Main. 

Gerhard Marcks Holzschnitte Friedrich Hölderlin aus der Hekuba des Euripides Edition Tiessen

Gerhard Marcks - Aus der Hekuba des Euripides
 

 

Friedrich Meckseper - Brot und Wein. Mit 1 farbigen Original Radierung von Friedrich Meckseper. Signiertes Exemplar. 14. Druck der Edition Tiessen. Neu-Isenburg, Edition Tiessen, 1980. ISBN 3920947312. Großformat 30 x 20 cm. 9 (1) Seiten mit 1 farbigen Original-Radierung von Friedrich Meckseper im Buch, diese von Hand signiert und datiert. Orig.-Broschur mit Marmorpapier (dieses handgefertigt von Michel Duval, Bethencourt ). Fadenheftung. Umschlag am Rücken unten mit 5 mm Einriss, sonst sehr sauberes, sehr gutes Exemplar. Die Graphik ist in tadellosem Zustand.

ARTIKEL-NR. R0030872A Preis 280,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand DE 4 €, Europa 9 €. Lieferzeit 3-5 Tage. Zahlungsarten: PayPal / Überweisung.

Eins von nur 250 arabisch nummerierten Exemplaren (GA 250 + 25 römisch nummerierte Mitarbeiterexemplare). Eine Vorzugsausgabe gibt es nicht. Die Radierung im Buch ist vom Künstler Friedrich Meckseper handschriftlich signiert und datiert.

Friedrich Meckseper Edition Tiessen Hölderlin Brot und Wein

 

Friedrich Meckseper Radierung Brot und Wein 1980 zu Hölderlin

Friedrich Meckseper Farbradierung "Brot und Wein"
 

Robert Schwarz

Sattler, Dietrich E. / Soltek, Stefan: O ehre, was du nicht verstehst! Hölderlins Empedokles. Lithografien von Robert Schwarz. Katalog zum Buch Friedrich Hölderlin, Empedokles, Erster Entwurf, mit Lithographien von Robert Schwarz, Mainz 1989 bis 1993. Text nach der Ausgabe von Dietrich Sattler. Katalog zu den Ausstellungen im Museum für Kunsthandwerk Frankfurt am Main, Pfalzgalerie Kaiserslautern und Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel. Mainz, Verlag Hermann Schmidt, 1993. ISBN 3874392767 ( 3874392813 ). Format 24 x 22,5 cm. 167 S. mit farbigen Abbildungen der 90 Doppelseiten aus dem Künstlerbuch mit Lithografien von Robert Schwarz, hier im kleineren Format wiedergegeben. Farbig illustrierter, flexibler Orig.-Pappband. Softcover. Paperback. Einbandkanten etwas berieben, sonst sehr gutes Exemplar.

ARTIKEL-NR. R0030054A Preis 22,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand DE 4 €, Europa 7 €. Lieferzeit 3-5 Tage. Zahlungsarten: PayPal / Überweisung.

Mehr Bilder und Künstlerbücher zu Friedrich Hölderlin auf meiner Seite zum Künstler Robert Schwarz

 

Christian Thanhäuser - Am Quell der Donau. Enthält die beiden Gedichte " Am Quell der Donau " / " Der Ister ". Mit zehn Föhren Holzschnitten von Christian Thanhäuser. Ottensheim, Buchwerkstatt Thanhäuser, 1997. Handpressendruck / Pressendruck. Großformat 23,5 x 35,5 cm. 28 lose Bögen handgeschöpftes Büttenpapier mit Büttenrand, davon 10 Original Holzschnitte von Christian Thanhäuser auf Einzelbögen. Lose Bogen in illustriertem Kartonumschlag in schlichter schwarzer Kassette. Sauberes frisches, sehr gutes Exemplar.

ARTIKEL-NR. R0024379A Preis 330,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand DE 4 €, Europa 9 €. Lieferzeit 3-5 Tage. Zahlungsarten: PayPal / Überweisung.

Eins von nur 24 im Impressum nummerierten und vom Künstler Christian Thanhäuser handschriftlich signierten Exemplaren. Alle 10 Original Holzschnitte wurden von Christian Thanhäuser einzeln handsigniert und mit e.a. bezeichnet.  

Christian Thanhäuser Ottensheim Am Quell der Donau von Friedrich Hölderlin

Die folgenden Bilder zeigen 4 Holzschnitte von insgesamt 10 aus dem Mappenwerk Friedrich Hölderlin: Am Quell der Donau
 

Christian Thanhäuser Am Quell der Donau Föhren Holzschnitt

Christian Thanhäuser Holzschnitt zu Friedrich Hölderlin Quell der Donau

Holzschnitt Föhrenschnitt Christian Thanhäuser Quell der Donau

Holzschneider Christian Thanhäuser Föhrenschnitt zu Friedrich Hölderlin Quell der Donau

       

Biografische Angaben zu Friedrich Hölderlin

Johann Christian Friedrich Hölderlin (* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar, Herzogtum Württemberg; † 7. Juni 1843 in Tübingen, Königreich Württemberg) zählt zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern. Sein Werk nimmt in der deutschen Literatur um 1800 eine selbstständige Stellung neben Weimarer Klassik und Romantik ein.

Hölderlin wurde 1770 in Lauffen am Neckar geboren. Seine Eltern waren der Klosterpfleger Heinrich Friedrich Hölderlin (1736–1772) und seine Ehefrau, die Pfarrerstochter Johanna Christiana, geborene Heyn (* 8. Juli 1748 in Frauenzimmern; † 17. Februar 1828 in Nürtingen). Im Alter von zwei Jahren verlor er seinen Vater. Hölderlins Mutter heiratete 1774 Johann Christoph Gok (1748–1779), Weinhändler und später auch Bürgermeister in Nürtingen.

Die Familie zog in den sogenannten „Schweizerhof“, ein stattliches Anwesen an der Neckarsteige, das die Familie bis 1798 bewohnte. Friedrich und seine Schwester Heinrike (* 15. August 1772) bekamen noch einen Bruder, Karl Gok (* 29. Oktober 1776). Doch auch dieses Glück dauerte nur kurz. Als Hölderlin neun Jahre alt war, starb auch der Stiefvater († 13. März 1779). In dem heute Hölderlinhaus genannten Gebäude verbrachte Hölderlin seine Kindheit und Jugend.

Dem Wunsch der Mutter nach dem Pfarrersberuf folgend, besuchte Hölderlin die Lateinschule in Nürtingen und dann, nach der Konfirmation und nach bestandenem Landexamen, die evangelischen Klosterschulen (Gymnasien) in Denkendorf (Württemberg) und Maulbronn. Während des Studiums an der Universität Tübingen, als Stipendiat im Tübinger Stift, wo u. a. Karl Philipp Conz zu seinen Lehrern zählte, schloss er mit den späteren Philosophen Hegel und Schelling Freundschaft. Darüber hinaus wurde Hölderlin in diesen Jahren sehr von seinem Lehrer Nathanael Köstlin geprägt, den er wie einen Vater verehrte.

„Der Mutter Haus“ in der Nürtinger Neckarsteige blieb auch während der Studienjahre Aufenthalt für die Vakanzen und in den darauf folgenden Jahren immer wieder Zufluchtsort für den nach einer Stellung in der Gesellschaft suchenden Hölderlin. Hier schrieb er auch an seinem Hyperion, wobei ihn Bruder Karl unterstützte.

Aufgrund der begrenzten Mittel der Familie und seiner Weigerung, eine kirchliche Laufbahn einzuschlagen, war Hölderlin zunächst als Hauslehrer für Kinder wohlhabender Familien tätig. So wurde er 1793/94 Hauslehrer bei Charlotte von Kalb in Waltershausen im Grabfeld. Nach Forschungen unter anderem von Adolf Beck und Ursula Brauer soll er zusammen mit Wilhelmine Kirms, einer Angestellten Charlotte von Kalbs, ein Kind gehabt haben. 1794 besuchte er die Universität Jena, um dort Vorlesungen von Johann Gottlieb Fichte zu hören. Er lernte während dieses Aufenthaltes Johann Wolfgang von Goethe und den von ihm besonders verehrten Friedrich Schiller kennen. Auch machte er die Bekanntschaft Friedrich von Hardenbergs (Novalis) und, im Mai 1794, Isaac von Sinclairs, mit dem zusammen er ab April 1795 ein Gartenhäuschen in Jena bewohnte. Im Mai 1795 verließ er die Universitätsstadt fluchtartig, weil er glaubte, sein großes Vorbild Schiller enttäuscht zu haben, und sich neben ihm nichtig wie ein kleiner Schüler fühlte. Verwirrt und mit Zeichen der Verwahrlosung tauchte er wieder in Nürtingen auf.

1796 wurde er Hauslehrer der Kinder Jakob Gontards, eines Frankfurter Bankiers. Hier begegnete er dessen Frau Susette, die seine große Liebe wurde. Susette Gontard ist das Modell für die Diotima seines Briefromans Hyperion.

Als Gontard von der Beziehung seiner Frau zum Erzieher des Sohnes erfuhr, musste Hölderlin seine Tätigkeit im Haus des Bankiers beenden. Er flüchtete nach Homburg zu seinem Studienfreund Isaac von Sinclair. Hölderlin befand sich in einer schwierigen finanziellen Situation (selbst als gelegentlich einige seiner Gedichte mit Hilfe seines Gönners Schiller veröffentlicht wurden) und war auf die materielle Unterstützung seiner Mutter angewiesen. Schon damals wurde bei ihm das Leiden an einer schweren „Hypochondrie“ festgestellt; ein Zustand, der sich nach seinem letzten Treffen mit Susette Gontard 1800 verschlechterte.

Im Januar 1801 begab er sich in die Schweiz nach Hauptwil, um die jüngere Schwester des Kaufmanns Emanuel von Gonzenbach zu unterrichten. Er blieb drei Monate dort, bis ihm gekündigt wurde und er die Heimreise antreten musste.

Anfang 1802 fand er eine Tätigkeit als Hauslehrer der Kinder des Hamburger Konsuls und Weinhändlers Meyer in Bordeaux und reiste zu Fuß dorthin. Nach wenigen Monaten kehrte er aus ungeklärten Gründen zurück nach Württemberg. Gemäß dem Eintrag in seinem Pass überquerte er am 7. Juni 1802 die Rheinbrücke bei Kehl, erreichte Stuttgart aber erst Ende des Monats und in offenbar so verwahrlostem und verwirrtem Zustand, dass Freunde ihn zunächst kaum wiedererkannten. Spätestens hier erreicht ihn auch die Nachricht vom Tod Susettes, die am 22. Juni 1802 in Frankfurt an den Röteln gestorben war. Die Ereignisse in diesem Juni 1802 sind historisch unklar und Gegenstand divergierender Interpretationen (so von Adolf Beck, Pierre Bertaux und D. E. Sattler).

Hölderlin kehrte zur Mutter nach Nürtingen zurück und stürzte sich in Arbeit. Er übersetzte Sophokles und Pindar, nach dessen Vorbild er auch seine eigenen Gesänge (oder Hymnen) konzipierte. Sein Freund, der Hessen-Homburger Regierungschef Sinclair, verschaffte ihm 1804 eine Stelle als Hofbibliothekar; das Gehalt zahlte Sinclair aus eigener Tasche. Für den Homburger Landgrafen Friedrich V. entstand unter anderem der Gesang Patmos, eine Komposition „von überirdischem Maß“ (Fried Lübbecke). Dieser war Teil eines großangelegten Zyklus vaterländischer Gesänge, von dem das berühmte Homburger Folioheft zeugt (darin unter anderem Entwürfe zu: Der Ister, Griechenland, Die Titanen, Kolomb, Mnemosyne). 1805 wurde mit seinen Nachtgesängen auch das berühmte kurze Gedicht Hälfte des Lebens veröffentlicht.

Im Februar 1805 wurde Sinclair auf Antrag des Kurfürsten Friedrich II. von Württemberg verhaftet und ein Hochverratsprozess gegen ihn angestrengt, der ergebnislos verlief. Die Ermittlungen gegen den angeblich darin verwickelten „württembergischen Untertanen“ Hölderlin wurden bald eingestellt, nachdem der Homburger Arzt und Hof-Apotheker Müller in einem Gutachten vom 9. April 1805 berichtete, Hölderlin sei zerrüttet und sein Wahnsinn in Raserei übergegangen. Im August 1806 schrieb Sinclair an Hölderlins Mutter, er könne für seinen Freund nicht mehr sorgen. Am 11. September 1806 wurde Hölderlin zuerst unter dem Vorwand, Bücher für die landgräfliche Bibliothek zu kaufen, dann schließlich mit Gewalt von Homburg nach Tübingen in das von Johann Heinrich Ferdinand Autenrieth geleitete Universitätsklinikum geschafft. Spätestens von diesem Zeitpunkt an galt Hölderlin seinen Zeitgenossen als wahnsinnig.

Im Tübinger Klinikum erfolgte eine 231-tägige, für damalige Verhältnisse als fortschrittlich angesehene Zwangsbehandlung, offenbar in Folge der Autenriethschen Diagnose einer „Manie als Nachkrankheit der Krätze“. Über die genauere Behandlung, mit deren Durchführung Autenrieth den Medizinstudenten Justinus Kerner beauftragte, ist wenig bekannt. Sicher ist jedoch, dass Hölderlin mindestens einmal, vermutlich aber wiederholt vierwöchige Zyklen medikamentöser Behandlungen über sich ergehen lassen musste. Diese provozierten neben möglichen Phasen von Sedierung und Beruhigung insbesondere intensive, sicher schmerzhafte und anhaltende (zum Teil blutige) Durchfälle. Aus den ersten Behandlungswochen stammt auch die einzige Überlieferung, welche Einblick in die Behandlungssituation gewährt: „Uhland studiert izt Schelling u. Kerner hilft den gefallenen Titanen Hölderlin im Klinikum laxiren und macht ihm einen bösen Kopf. Dadurch will Autenrieth die Poesie u. die Narrheit zugleich hinausjagen.“ (Brief von Gustav Schoder aus der Krankenstube des Tübinger Klinikums, wohl vom 30. September oder vom 3. Oktober 1806 an seinen Freund Immanuel Hoch)

Im historischen Rückblick scheint die Behandlung in vielen Phasen eine geradezu traumatische Qualität gehabt zu haben, so dass sie das weitere psychische Befinden Hölderlins sicher nicht verbessert haben wird. Über die genaue medizinische Bestimmung seiner geistigen „Verrückung“ wurde insbesondere seit 1900 zwischen Literaturwissenschaftlern und Psychiatern äußerst vehement gestritten. Auch wenn diese Frage in historischem Rückblick niemals sicher geklärt werden kann, ist die von Pierre Bertaux vertretene Auffassung, Hölderlin habe seinen Wahnsinn nur simuliert, in ihrer Vereinfachung aus heutiger Sicht falsch. Insbesondere aber besteht heutzutage Einigkeit, dass auch die genaueste Bestimmung einer medizinischen Diagnose die Frage offenlassen müsste, wie seine späteren und spätesten Gedichte einzuschätzen seien, zumal eine eingehendere Beschäftigung mit dem Spätwerk – entgegen den Stimmen, welche die wachsende Ich-Verleugnung als Symptom „schizophrener Ich-Auflösung“ verstehen – Interpretationsansätze erlaubt, die von einem bewussten, sich vom Subjektivismus seiner Zeit distanzierenden „Entichungswillen“ ausgehen, der mitunter Merkmale einer parodistischen Abrechnung mit der herkömmlichen Ich-Lyrik aufscheinen lässt.

1807 kam Hölderlin, am 3. Mai von Autenrieth als „unheilbar“ und mit der Aussicht auf nur wenige weitere Lebensjahre entlassen, zur Pflege in den Haushalt Ernst Zimmers, eines Tübinger Tischlers und Bewunderers des Hyperion. Hier bewohnte er als Mitglied des Haushalts und mit familiär-fürsorglicher Unterstützung, zuletzt durch Lotte Zimmer, eine Turmstube oberhalb des Neckars (Hölderlinturm). Zudem bestand eine Vormundschaft durch die Mutter, nach deren Tod 1828 durch den Oberamtspfleger Burk. Hölderlin war finanziell sowohl durch ein privates Erbe als auch durch eine Sonderrente vom württembergischen Hofe abgesichert.

Zwar nahm er in den ersten Jahren nach dem Klinikaufenthalt das dichterische Schaffen wieder auf, jedoch zeigten sich häufig starke und länger andauernde Erregungszustände mit nachfolgender Apathie.

Seit dem April 1812, wo er eine schwere körperliche Erkrankung unklarer Diagnose durchmachte, wurden die Erregungszustände seltener und milder. Hölderlin dehnte seine soziale und künstlerische Aktivität aus, spielte beispielsweise viel Klavier. Auch nahm er die Korrespondenz mit der Mutter wieder auf, wenn er auch in seinen Briefen eigentümlich formelhaft blieb. Im Jahr 1813 erlebte er die Geburt von Lotte Zimmer, die ihn den Rest seines Lebens begleitete.

Nachdem sich Hölderlin in den Jahren ab 1816 stärker auf die Hausgemeinschaft zurückgezogen hatte, wurde er, offenbar unter dem Eindruck der Besuche Wilhelm Waiblingers ab 1822 (bis 1826), wieder vermehrt künstlerisch produktiv. Er unternahm mit Waiblinger lange und ausgedehnte Spaziergänge. 1826 erfolgte die Publikation einer ersten Werksammlung durch Gustav Schwab und Ludwig Uhland, jedoch ohne direkte Beteiligung Hölderlins an der Herausgabe des Bandes.

Zwischen 1829 und 1837 wurde Hölderlin als „Tübinger Attraktion“ zunehmend Opfer zahlreicher, von ihm nicht selten als störend empfundener Besuche von Fremden und Reisenden. Insbesondere diesen Fremden gegenüber verhielt sich Hölderlin oftmals sehr befremdlich und in geradezu schauspielerischer Weise „verrückt“. Ansonsten begrenzte er seine Kontakte auf die Hausgemeinschaft, brach den Kontakt mit seiner eigenen Familie ab und widmete sich seiner dichterischen Aktivität, wobei sich seine Gedichte dieser spätesten Jahre durch eine hohe formale Ordnung, eine gewisse Vereinfachung der Themenwahl (etwa „Jahreszeiten“) sowie einen Verlust des dichterischen „Ich“ auszeichnen. Ab 1837 verwendete er dann auch den Namen „Scardanelli“ (u. a. im dichterischen Schaffen).

Nach dem Tod von Ernst Zimmer 1838 übernahm Lotte Zimmer die Verantwortung für die Pflege. Zwischen 1841 und 1843 kam Christoph Theodor Schwab mehrmals zu Besuch, der 1846 eine erste Hölderlin-Biographie verfasste. 1843 starb Hölderlin am 7. Juni um Mitternacht bei weitgehender körperlicher Gesundheit.

Wilhelm Waiblinger, einem jungen Dichter und Bewunderer, der Hölderlin in den 1820er Jahren wiederholt besuchte, ist nicht nur eine romantische Stilisierung des wahnsinnigen Hölderlin während dieser Zeit zu verdanken, sondern auch die Überlieferung des apokryphen, vielleicht den Gesängen zuzuordnenden Prosatextes In lieblicher Bläue. Als Wahnsinniger tritt Hölderlin auch in Eduard Mörikes Roman Maler Nolten auf; auch Mörike hatte den Dichter in Tübingen besucht. Des Weiteren erscheint Hölderlin als wahnsinniger „Freund Holder“ in Justinus Kerners Reiseschatten. Es wird berichtet, Zimmer habe Aufzeichnungen Hölderlins aus den letzten Jahren in großen Mengen vernichtet.

Die Grabstätte Friedrich Hölderlins ist auf dem Tübinger Stadtfriedhof erhalten. Das Grabmal wurde 1844 auf Veranlassung von Hölderlins Halbbruder Karl Gok gesetzt und trägt als Inschrift eine Gedenkzeile Karl Goks an seinen Bruder, den Dichter Friedrich Hölderlin.

Als Student war Hölderlin ein Bewunderer der Französischen Revolution von 1789. Die oft kolportierte Anekdote, er habe in seiner Jugend am Tübinger Seminar zusammen mit Hegel, Schelling und anderen Mitgliedern eines „republikanischen Vereins“ einen „Baum der Freiheit“ errichtet, ist eine hartnäckige Legende, die 1965 von Dieter Henrich widerlegt wurde. Jedoch hatte Hölderlin schon früh Napoleon zum Gegenstand seiner Gedichte gemacht, dessen antirepublikanische Politik ihn allerdings später enttäuschte.

Hölderlin begann als Nachfolger Schillers und des schwäbischen Klassizismus. Seine frühen Gedichte sind meist gereimte Hymnen an abstrakte Gegenstände (An die Schönheit). Später ging er zu den antiken Formen der Ode und der Elegie über. Besonders die Oden sind durch die vollkommene Beherrschung der schwierigen metrischen Form geprägt. Die großen Gedichte seiner reifen Phase sind meist ausgedehnt und sind teils Elegien (Brod und Wein), teils Hymnen in freien Rhythmen wie Patmos und Andenken. Vereinzelt finden sich daneben auch andere Formen wie der Hexameter-Hymnos Der Archipelagus. Daneben pflegte er auch kürzere Formen in Epigrammen und in kurzen Gedichten (berühmt ist Hälfte des Lebens). Aus den Jahren im Tübinger Turm sind viele gereimte Gedichte überliefert, die lange Zeit nicht als echter Bestandteil seines Werkes betrachtet worden sind.

Hölderlins Verständnis der altgriechischen Kultur, wie es sich in seinen Briefen an Casimir Ulrich Boehlendorff und in seinen Anmerkungen zu den späten Übersetzungen des Sophokles äußert, unterscheidet sich von dem idealistischen Griechenlandbild vieler seiner Zeitgenossen. Wie Heinrich von Kleist hat Hölderlin Züge der griechischen Kultur, die dem Geschmack der Zeit um 1800 nicht entsprachen, nicht klassizistisch geglättet. Bereits in seinem frühen Briefroman Hyperion stellte Hölderlin seine Vorstellung vom tragischen Schicksal dar, die sich aus seiner Wahrnehmung der griechischen Kultur gebildet hatte.

Zu Hölderlins Lebzeiten wurde nur ein Teil seines lyrischen Werkes veröffentlicht, und erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden einige bis dahin unbekannte Texte aus der Zeit nach 1800 herausgegeben; zuvor waren vom Spätwerk fast nur die sogenannten Nachtgesänge bekannt.

Die ersten Bemühungen um die Edition des handschriftlichen Nachlasses unternahm Wilhelm Böhm. Seine Ausgabe wurde abgelöst von den beiden historisch-kritischen Ausgaben von Franz Zinkernagel und Norbert von Hellingrath. Die besonderen Schwierigkeiten, die Hölderlins Handschriften bereiten, führten dazu, dass Friedrich Beißner bereits 1943 einen dritten Versuch einer wissenschaftlichen Ausgabe des Gesamtwerkes unternahm (Stuttgarter Ausgabe). Die zunächst als endgültig angesehene Textgestalt, die Beißner herstellte, wurde in den 1970er Jahren Gegenstand schärfster Kritik von Seiten D. E. Sattlers, der 1975 eine vierte Gesamtausgabe begann (Frankfurter Ausgabe). Deren Herzstück, die Bände 7 und 8 mit den Gesängen, wurde teils begrüßt und andererseits von Hölderlinforschern und Editionsphilologen anderer Ausgaben abgelehnt.

Der Streit um den Hölderlintext entzweite die Forschung jahrelang und ist bis heute nicht zu einem Ende gekommen. Wegen der unterschiedlichen Entscheidungen, welche die Herausgeber getroffen haben, existiert heute für zahlreiche Werke kein einheitlicher Text. Dies gilt vor allem für die Hymnen und Entwürfe aus dem Homburger Folioheft sowie für die Entwürfe zu dem Drama Der Tod des Empedokles und für viele weitere Gedichte. Von der Stuttgarter Ausgabe leitet sich die kommentierte Leseausgabe von Jochen Schmidt her, von der Frankfurter Ausgabe die Edition von Michael Knaupp. Da auch Schmidt und Knaupp eigenständige Entscheidungen bei der Textherstellung getroffen haben, konkurrieren derzeit also vier Ausgaben mit zum Teil erheblich voneinander abweichenden Texten, so dass selbst der am bloßen Wortlaut interessierte Leser gezwungen ist, auf die in der Frankfurter Ausgabe wiedergegebenen Reproduktionen der Handschriften zurückzugehen.

Hölderlins Poesie, die heute unbestritten als ein Höhepunkt der deutschen und abendländischen Literatur gilt, war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Ausgabe der 1826 erschienenen Gedichte immerhin unter Schriftstellern nicht unbekannt. Nach 1848 wurde sie weitgehend ignoriert; Hölderlin galt als junger romantischer Melancholiker und bloßer Nachahmer Schillers. Friedrich Nietzsche aber schätzte ihn hoch; Motive seiner Kritik an einem vereinseitigt apollinischen Bild der griechischen Kultur gehen auf Hölderlin zurück. Die große Nachwirkung im 20. Jahrhundert setzte mit Stefan George ein; die wissenschaftliche Erschließung begann im Jahr 1910 mit der Dissertation von Norbert von Hellingrath, in welcher der Stil des Hölderlinschen Spätwerks und die Eigenart seiner Übersetzungen aus Pindar erstmals in adäquater Weise beschrieben wurden.

Obwohl Hölderlins hymnischer Stil in der deutschen Literatur einmalig geblieben ist, hat seine prägnante und häufig fragmentarische Lyrik tiefgehenden Einfluss auf die Poesie z. B. von George, Heym, Trakl, Celan, Bachmann und auf viele weitere – von jüngeren Autoren etwa Gerhard Falkner – ausgeübt.

Seine patriotischen Gedichte (etwa die Ode Der Tod fürs Vaterland) waren während der Zeit des Nationalsozialismus und der beiden Weltkriege besonders populär. Ihr freiheitlich-republikanischer Hintergrund wurde in dieser Zeit verschwiegen.

Hölderlins Übersetzungen der Dramen König Ödipus und Antigone von Sophokles fanden nach deren Erscheinen nur geringe, aber zum Teil begeisterte Aufnahme, so vor allem in Bettina von Arnims Buch Die Günderode, einem Werk über Karoline von Günderrode. Von der Seite der Philologen (vor allem von Heinrich Voß, dem Sohn von Johann Heinrich Voß) und auch von Schiller sind dagegen scharf ablehnende Äußerungen überliefert. Erst im 20. Jahrhundert wurde ihre Bedeutung als Modell einer poetischen Übersetzung erkannt (beispielsweise beruht Bertolt Brechts Bearbeitung der Antigone des Sophokles auf Hölderlins Übertragung), welche die Fremdheit des griechischen Textes sichtbar macht, anstatt sie zu eliminieren.
(Quelle: Wikipedia)


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