Druckgrafik internationaler Künstler im Antiquariat Elke Rehder

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Der Künstler Ingrolf R. Treutler, geboren 1888 in Guben, verstorben am 9. September 1933 in Dresden

Ingrolf war sein Künstlername, eigentlich: Rudolf Wilhelm Oswald Werner Treutler. Sein Vater war Dr. phil. Hugo Victor Ernst Treutler, geboren am 04.09.1853 in Schmiedeberg, Kreis Hirschberg, tätig als Professor am Gymnasium in Guben und von 1909 bis 1918 für die Berliner Missionsgesellschaft. Sein Onkel war der Kommerzienrat Rudolf Treutler in Liegnitz (Schlesien).

Ingrolf Treutler verunglückte 1933 tödlich bei einem Fahrradunfall mit einem Lastwagen. Gemeinsam mit seiner Frau Thekla Treutler-Paulun (geboren 1902 in Shanghai, verstorben 1963 in Hamburg) und seiner Tochter Erehelga Treutler wohnte er in der Forsthausstraße 2 in Dresden, wo er auch sein Atelier hatte. Seine Frau und seine Tochter zogen nach Hamburg Blankenese.

Ingrolf Treutler war der Schwiegersohn von Dr. Erich Paulun (geboren am 4. März 1862 in Pasewalk; verstorben am 5. März 1909 in Shanghai), dem bedeutenden Arzt, der in Shanghai in China ein Krankenhaus gründete.

Treutlers Schwager war der Hamburger Schriftsteller Dirks Paulun (geboren am 10. Dezember 1902 in Shanghai; verstorben 28. Juli 1976 in Hamburg), der auch Mitbegründer des Kabaretts Wendeltreppe war.

 

Wer kennt oder besitzt Werke des Künstlers Ingrolf R. Treutler?

Der Künstler Ingrolf Treutler in Guben und Dresden

Es sind wohl nur wenige Werke dieses in Vergessenheit geratenen Kunstmalers und Grafikers erhalten. Die meisten seiner Werke wurden vernichtet. Für ein kleines Werkverzeichnis sammle ich zur Zeit Informationen über eventuell noch vorhandene Werke, Federzeichnungen, Lithographien oder Gemälde in öffentlichen oder privaten Sammlungen. Ich bin für jeden Hinweis dankbar.
 

Ingrolf Treutler signierte meist unleserlich nur mit "Ingrolf" und dem Zusatz einer Jahreszahl. Zur Verdeutlichung habe ich seine Signatur aus dem Jahr 1932 abgezeichnet (Abb. oben)

 

Selbstbildnis März 1926 signiert "Ingrolf", das ist der Künstler Ingolf Rudolf Treutler.

Signatur "Ingrolf" Treutler.

Signatur unter "Selbstbildnis" datiert 12. März 1926 und signiert. Zeichner, Illustrator, Karikaturist, Weimarer Republik.

"Selbstbildnis" auf festem Zeichenpapier, welches auf altem Karton montiert wurde. Karton von Hand des Künstlers rückseitig als "Selbstbildnis" bezeichnet. Nach der schwarzen Federzeichnung wurde eine flächige graue Tönung mittels breitem Tuschpinsel aufgebracht. Format 27,7 x 20 cm. Direkt im Motiv mit der Feder datiert links "12. März" und rechts "1926". Rechts unten mit Bleistift von Hand signiert "Ingrolf" und datiert '26.
 

Treutler gehörte zeitweilig zum Kreis um Carl Hauptmann (1858-1921).

Treutler studierte Kunstgeschichte in Dresden. Er fühlte sich jedoch mehr zur Malerei hingezogen und wurde Schüler des Landschaftsmalers Josef Burger (1887-1966) in Dachau.

Zwischen 1912 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs besuchte Treutler, vermutlich zeitgleich mit seinem Gubener Schulfreund Herbert Hoemann, die damals international bedeutende Malschule von Julius Exter (1863-1939) in Feldwies (heute Ortsteil der Gemeinde Übersee) am Chiemsee.

1930 zeigte Ingrolf Treutler erstmalig seine graphischen Arbeiten in der "Galerie Junge Kunst" von Josef Sandel in Dresden.

1931 folgte eine Gemeinschaftsausstellung im Gymnasium zu Guben.

1932 stellte er gemeinsam mit Dresdner Künstlern im Freiberger Stadtmuseum aus.

 

Ingolf Treutler: "Mutter und Sohn". Original Lithographie / Steinzeichnung von 1932

Ingrolf Treutler: "Mutter und Sohn". Original Lithographie / Steinzeichnung von 1932. Motiv Format 16,5 x 23 cm auf Blattformat 35 x 50,2 cm. Die Lithografie auf blaugrauem Tonpapier ist mit Bleistift von Hand signiert "Ingrolf", datiert '32, betitelt und zusätzlich bezeichnet mit "Auf Stein gezeichnet" und "Handdruck 13".


Ingolf Treutler: "Puppenspiel". Original Lithographie / Steinzeichnung von 1932

Ingrolf Treutler: "Puppenspiel". Original Lithographie / Steinzeichnung von 1932. Motiv Format 21 x 16 cm auf Blattformat 50 x 35,5 cm. Die Lithografie auf graubraunem Tonpapier ist mit Bleistift von Hand signiert "Ingrolf", datiert '32, betitelt und zusätzlich bezeichnet mit "Auf Stein gezeichnet" und "Handdruck".

 

Ingolf Treutler: "Lieb Rosa". Original Lithographie / Steinzeichnung von 1932

Ingrolf Treutler: "Lieb Rosa". Original Lithographie / Steinzeichnung von 1932. Motiv Format 21 x 28 cm auf Blattformat 35,4 x 50 cm. Die Lithografie auf beigem Tonpapier ist mit Bleistift von Hand signiert "Ingrolf", datiert '32, betitelt "Lieb Rosa" und zusätzlich bezeichnet mit "Auf Stein gezeichnet" und "Handdruck".

In dieser Steinzeichnung ist deutlich der Einfluss von Alfred Kubin zu erkennen. Der Tod naht; ein Hase neben dem linken Arm der Frau verkörpert hier Wiedergeburt und Auferstehung. Eine verwelkende Rose in der rechten Hand der Frau symbolisiert die scheidende Liebe und Lebensfreude. 


Ingrolf R. Treutler über Herbert Hoemann

1928 schrieb Ingrolf R. Treutler in den Deutschen Monatsheften einen 5seitigen Beitrag über den Bildnis- und Landschaftsmaler Herbert Hoemann (geboren am 01.06.1889 in Guben, Niederlausitz - ?). Bitte lesen Sie den Beitrag von Ingrolf R. Treutler Der Maler Herbert Hoemann in Deutsche Monatshefte 4. Jahrgang / April 1928 / Heft 4 / Seiten 372-376

In den Gubener Adressbüchern für die Jahre 1930 und 1939 werden die folgenden Namen aufgeführt:
- Hoemann Benno, Geh. Justizrat, Rechtsanwalt u. Notar, Grüne Wiese 30
- Hoemann Günther, Rechtsanwalt, Grüne Wiese 30
- Hoemann Herbert, Kunstmaler, Grüne Wiese 30
- Hoemann Ilse, Fräulein, Grüne Wiese 30

Herbert Hoemann begann bereits im Alter von 16 Jahren mit der Malerei. Um 1908 studierte er Kunst bei Professor Robert Sterl (1867-1932) an der Akademie in Dresden.

Constantin von Mitschke Collande zeichnete ein Portrait von Herbert Hoemann.

Am 06.01.1913 wurde Hoemann in die Großherzoglich Sächsische Hochschule für bildende Kunst in Weimar für den Studienzweig "Naturschule" aufgenommen. Am 21. Oktober 1913 beantragte er die Wiederaufnahme (Beleg 278). Der Grund dafür war vermutlich, dass er 1913  für einen längeren Zeitraum Schüler bei Julius Exter in Feldwies am Chiemsee war, vermutlich zeitgleich mit Ingrolf Treutler.

Ab 25. Oktober 1913 studierte Hoemann in der Kunstakademie in Weimar unter anderem bei dem deutsch-amerikanischen Professor Gari Melchers (1860-1932, USA).

Am 16.09.1913 endete sein Studium an der Weimarer Kunstakademie. Sein Vater der Justizrat Hoemann teilte der Hochschule am 11. September 1915 schriftlich mit, dass sein Sohn Herbert als Kriegsfreiwilliger in das 3. Brandenburgische Jägerbataillon in Lübben eingetreten sei.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs war Herbert Hoemann Schüler bei dem Tiroler Maler Albin Egger-Lienz (1868-1926).

Laut Adressbuch wird Herbert Hoemann 1939 noch als Kunstmaler in Guben in der Villa seines Vaters verzeichnet. In der Villa des Justizrates Benno Hoemann befindet sich heute das Amtsgericht.

Danach verliert sich die Spur von Herbert Hoemann. Auch dieser Künstler geriet in Vergessenheit und seine Werke sind wenig bekannt.

 

 

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